„Das Beste, Was Uns Passieren Konnte“

„Das Beste, Was Uns Passieren Konnte“

Senhor Gra­fite, haben Sie gut geschlafen?

Gra­fite: Ja, wieso? 

Weil wir ges­tern einen Termin hatten und Sie schon am späten Nach­mittag schlafen gegangen sind.

Gra­fite: (lacht) Tut mir leid, ich bin gleich nach dem Trai­ning tod­müde ins Bett gefallen. Aber das war zu erwarten unter einem Trainer wie Felix Magath. 

Waren Sie schon auf dem berüch­tigten ​„Mount Magath“?

Gra­fite: Nein, aber der kommt noch. Er hat uns erst einmal mit Medi­zin­bällen arbeiten lassen, aber das ist auch nicht besser als der Mount Magath. Die letzten Tage waren sehr heftig für uns.

Felix Magath kri­ti­sierte, dass der Zustand der Mann­schaft schlecht sei. War denn das Trai­ning unter Steve McClaren zu leicht?

Gra­fite: Zu leicht würde ich nicht sagen, aber es ist nicht mit dem Trai­ning von Felix Magath zu ver­glei­chen. 

Woran ist Steve McClaren geschei­tert?

Gra­fite: Ich glaube, es lag an seiner Men­ta­lität. Er hat sich nie wirk­lich an den deut­schen Fuss­ball ange­passt. Er hat immer ver­sucht, eine eng­li­sche Spiel­weise durch­zu­setzen, aber dass hat nicht funk­tio­niert. Wenn man in ein neues Land kommt, muss man sich anpassen können. 

Ist er der Grund warum der VfL gegen den Abstieg spielt?

Gra­fite: Teil­weise haben wir sehr ansehn­lich gespielt, aber gewonnen haben immer die anderen. Als eine Mann­schaft, die inter­na­tional spielen will, kannst du zu Hause nicht drei Tore schießen und dann noch ver­lieren. Wir hatten in den letzten zwei Jahren vier Trainer, jeder mit einem anderen Kon­zept und einer anderen tak­ti­schen Aus­rich­tung. 

Ist in dieser Situa­tion Magath der rich­tige Mann?

Gra­fite: Er ist das Beste, was uns pas­sieren konnte. Er kennt die Mann­schaft, den Verein und das Umfeld. Als ich die SMS von Cicero bekam, dachte ich, er erlaubt sich mal wieder einen Scherz. Erst als mich Josué anrief und mir das erzählte, wusste ich dass es kein Scherz ist. Ich konnte es kaum glauben.

Pflegen sie zu Felix Magath ein beson­deres Ver­hältnis?

Gra­fite: Für mich ist er der wich­tigste Trainer meiner Kar­riere. Er hat mich nach Wolfs­burg geholt und unter ihm konnte ich meine größten Erfolge feiern. Ich habe ihm viel zu ver­danken.

War es für sie wie ein Deja-vu, als er in der Kabine vor ihnen stand ?

Gra­fite: Ja, weil er war so wie immer. Groß ver­än­dert hat er sich in den letzten zwei Jahren nicht. Der Vor­teil ist, dass wir in unserer Situa­tion genau wissen was er von uns erwartet. 

Würden Sie im Falle des Abstiegs in Wolfs­burg bleiben?

Gra­fite: Ich bin sicher, dass wir nicht absteigen werden, also denke ich dar­über gar nicht groß nach.

Ihr Ver­trag läuft noch bis 2012, Sie werden nächste Woche 32 Jahre alt. Wird Wolfs­burg Ihre letzte große Sta­tion sein?

Gra­fite: Das könnte gut sein. Ich fühle mich ganz wohl hier.

Elena Rostova
Author

Elena Rostova

Elena Rostova holds a Master's degree in Public Health Journalism. She covers groundbreaking medical research, holistic wellness trends, mental health awareness, and nutritional science.