Gottes Bogen – 11Freunde

Gottes Bogen – 11Freunde

Auf seiner Twitter-Seite nannte er sich einst selbst: ​„Slightly lazy – but gifted“, ein biss­chen faul, aber talen­tiert. Und so wirkte auch sein Spiel. Matt Le Tis­sier drib­belte seine Gegen­spieler nie mit der Rasanz oder Wucht aus, wie es zu seiner Zeit Ronaldo tat oder später Lionel Messi. Manchmal wirkte es, als schlich er über das Feld. Viel­leicht machte er des­wegen nur acht Län­der­spiele, und viel­leicht blieb er des­wegen seine gesamte Kar­riere in Sout­hampton. Es war doch ganz gemüt­lich dort.

Außerdem liebten sie ihn dort, sie tauften ihn ​„Le God“, denn wäh­rend er so über den Platz spa­zierte, schnappte er sich den Ball wie zufällig, wan­derte dann um seine Gegen­spieler herum und schloss bei­nahe im Vor­bei­gehen ab. So machte er sen­sa­tio­nelle Tore. Keine Über­steiger mit anschlie­ßendem Hacken­trick, keine Fall­rück­zieher, keine Flug­kopf­bälle. Er schoss ein­fach. Prä­zise, gefühl­voll und vor allem: ele­gant.

1994/95 gelang ihm das Tor des Jahres. Eine tolle Hütte gegen Blackburn Rovers. Wir schauen uns heute trotzdem das Tor gegen Man­chester United aus der Saison 1996/97 an. Ein Lob. Wie beim Tennis. Das sagen die einen. Andere nannten das Tor den Bogen Gottes. Sout­hampton gewann damals in einem epi­schen Match 6:3.

David Miller
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David Miller

David Miller brings 15 years of experience in global economics, personal finance strategy, and market dynamics. He specializes in turning complex economic trends into actionable insights for everyday readers.